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Was ist ein Knieprothesenwechsel?

Ein Knieprothesenwechsel, auch Revisionsoperation genannt, wird notwendig, wenn eine bereits eingesetzte Knieprothese nicht mehr richtig funktioniert oder Beschwerden verursacht. Dabei wird ein Teil oder die gesamte Prothese ausgetauscht und durch ein neues, stabiles Implantat ersetzt.

Das Albertinen Endoprothetikzentrum Hamburg ist auf solche komplexen Eingriffe spezialisiert und bietet moderne Diagnostik und schonende Operationsverfahren.

Gründe für einen Wechsel der Knieprothese

Typische Beschwerden

Ein Prothesenwechsel kann aus unterschiedlichen Ursachen notwendig werden:

  • Lockerung der Prothese – etwa durch natürlichen Verschleiß des Implantats oder des Knochens

  • Infektionen – bakterielle Gelenkinfektionen, manchmal auch Jahre nach der Erstoperation

  • Knochenverlust oder Frakturen – z. B. nach Stürzen, bei Osteoporose oder massiven Knochendefekten

  • Fehlstellung oder Instabilität – Bandinstabilitäten, ausgeprägten O- und X- Beine

Ersatz des unteren Teils des Oberschenkelknochens durch eine künstliche Prothese, wenn der Knochen in diesem Bereich erkrankt oder stark geschädigt ist.

Untersuchung vor einem Knieprothesenwechsel

Im Rahmen der körperlichen Untersuchung achten wir besonders auf , funktionelle oder mechanische Probleme der Prothese frühzeitig zu erkennen:

Diagnostik

Für eine präzise Diagnose nutzen wir moderne bildgebende und labortechnische Verfahren um zwischen mechanischer Lockerung, Verschleiß und Infektion zu unterscheiden:

  • Bildgebung: Röntgen, CT oder MRT zur Darstellung von Knochen, Prothese und umliegendem Gewebe

  • Labordiagnostik: Blutwerte zur Entzündungsdiagnostik und ggf. Gelenkpunktion zum Ausschluss einer Infektion

  • Funktionstests: Analyse von Beweglichkeit, Stabilität und Gangbild

Auf Basis dieser Befunde planen wir die Operation individuell unter Berücksichtigung Ihrer Knochensubstanz, der bisherigen Implantate und Ihrer persönlichen Bedürfnisse.

Ersatz des oberen Schienbeinanteils durch eine künstliche Prothese, wenn der Knochen dort erkrankt oder stark beschädigt ist.

Wann muss eine Knieprothese gewechselt werden?

  1. Lockerung der Prothese
  2. Infektion / Protheseninfekt
    Akut oder spät auftretend

  3. Instabilität des Kniegelenks

  4. Achsfehlstellung oder fehlerhafte Implantatposition

  5. Knochenverlust (Osteolyse)

  6. Knochenbruch bei einliegender Knieendoprothese

Operative Möglichkeiten eines Knieendoprothesenwechsels

  1. Sorgfältige Vorbereitung
  2. Die Operation

Ein Knieprothesenwechsel ist technisch anspruchsvoller als eine Erstimplantation, da häufig veränderte Anatomie, Narbengewebe oder Knochendefekte bestehen. Mögliche operative Strategien sind:

  • Teilweiser Wechsel – Austausch einzelner Prothesenkomponenten

  • Kompletter Wechsel – Erneuerung aller Prothesenteile

  • Gekoppelte Prothesen – Einsatz spezieller, gekoppelt beweglicher Implantate bei Instabilität oder fehlender Bandführung

  • Distaler Femurersatz (das Ende des Oberschenkelknochens) und proximaler Tibiaersatz (der obere Teil des Schienbeins) – bei massiven Knochendefekten oder Frakturen werden individuelle, speziell angefertigte Prothesen eingesetzt

  • Aufbau von Knochendefekten – z. B. mit Knochentransplantaten oder maßgefertigten Augmenten

Illustration einer speziell achsgeführten Knieprothese

Unsere Expertise im Albertinen EndoProthetikZentrum

Revisionseingriffe führen bei uns ausschließlich erfahrene Hauptoperateure durch, die auf komplexe Wechseloperationen spezialisiert sind. Wir verwenden modernste Implantate, spezielle Revisionsinstrumente und gewebeschonende Techniken. Ziel ist es, möglichst viel gesunden Knochen zu erhalten, die Funktion wiederherzustellen und Ihre Mobilität langfristig zu sichern.

Nachbehandlung und Rehabilitation

  • Frühmobilisation mit Physiotherapie
  • Schmerzmanagement
  • Schrittweiser Belastungsaufbau
  • Regelmäßige Nachkontrollen
  • Meist postoperative Vollbelastung

Die Mobilisation beginnt in der Regel bereits am ersten Tag nach der Operation. Die Belastung wird individuell angepasst, abhängig von Stabilität der neuen Prothese und Knochensituation. Die Rehabilitation kann stationär, ambulant oder in unserer hauseigenen Geriatrie im Rahmen der geriatrischen Komplexbehandlung erfolgen. Dabei werden Sie stets von unserem erfahrenen Team aus Orthopäden, Physiotherapeuten und Pflegekräften begleitet.

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