Knieendoprothese
Bei einer Knieendoprothese ersetzen wir im Albertinen EndoProthetikZentrum Hamburg ein erkranktes Kniegelenk oder einzelne erkrankte Gelenkabschnitte durch ein künstliches Gelenk. Die häufigste Ursache für den Kniegelenkverschleiß ist eine fortgeschrittene Arthrose.
Kontakt
Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten die Beschwerden nicht mehr ausreichend lindern, kann die Implantation einer Knieendoprothese häufig zu einer deutlichen Verbesserung der Mobilität sowie zu Schmerzfreiheit und einer spürbar höheren Lebensqualität führen.
Indikation
Eine künstliche Knieprothese (Knieendoprothese) kommt dann in Frage, wenn das Kniegelenk durch einen fortgeschrittenene Gelenkverschleiß stark geschädigt ist und andere Behandlungen – wie Schmerzmittel, Krankengymnastik, Spritzen ins Gelenk oder spezielle Schuheinlagen – keine ausreichende Linderung mehr bringen.
Wenn die Schmerzen und die Einschränkungen im Alltag sehr belastend sind und der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung besteht, kann ein künstlicher Gelenkersatz helfen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Diagnose
Vor einer Operation führen wir eine gründliche Untersuchung und spezielle Röntgenaufnahmen durch. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir, welche Art von Prothese für Ihr Knie am besten geeignet ist. Anschließend planen wir die Operation sorgfältig, einschließlich der genauen Größe und Form der Prothese, damit diese optimal passt und Ihnen im Alltag wieder mehr Beweglichkeit und Lebensqualität ermöglicht.
Symptome der Kniegelenksarthrose
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Anlaufschmerzen, Schmerzen bei Belastung und schlussendlich auch Ruheschmerzen
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Bewegungseinschränkungen und Achsabweichungen
Therapie
Bei der Gonarthrose stehen sowohl konservative als auch operative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
Konservative Behandlung
In den meisten Fällen wird bei fortgeschrittener Gonarthrose zunächst eine konservative Behandlung eingeleitet. Dazu zählen Schmerztherapie, Physiotherapie, Chiro-, Ergo-, Thermo- und Elektrotherapie, Kniebandagen, orale und intraartikuläre Chondroprotektiva (Injektionen ins Kniegelenk), Hilfsmittel wie Stock und Gehstützen, dämpfende Schuheinlagen, Gewichtsreduktion sowie das Prinzip „viel bewegen, wenig belasten“.
Knieoperation
Vor der Operation erfolgt eine orthopädische Untersuchung und ausführliche Beratung zu konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten, sowie Erfolgsaussichten und Risiken. Wenn eine Operation geplant ist, wird diese verständlich erklärt und alle Fragen beantwortet. Es schließen sich moderne Röntgendiagnostik, laborchemische Kontrollen sowie ein ausführliches Gespräch mit dem Anästhesisten an.
Falls erforderlich, wird die Diagnostik individuell erweitert – alles mit dem Ziel, Ihre Sicherheit bestmöglich zu gewährleisten. Der eigentliche Ersatz des Kniegelenks wird mit höchster Präzision durchgeführt.
Teilersatz
Ein Teilersatz ist möglich, wenn nur ein Abschnitt des Kniegelenks betroffen ist, die übrigen Gelenkabschnitte unbeschädigt sind und der Bandapparat einschließlich der Kreuzbänder intakt ist; in diesem Fall wird ausschließlich der betroffene Gelenkabschnitt ersetzt.
Oberflächenersatz
Ein Oberflächenersatz kommt infrage, wenn mehrere Gelenkabschnitte (innerer und äußerer Anteil) betroffen sind; bei zusätzlicher Schädigung des kniescheibenseitigen Gelenkabschnitts wird dieser ggf. mitersetzt.


Gekoppelter kompletter Kniegelenksersatz
Ein gekoppelter kompletter Kniegelenksersatz wird notwendig, wenn das Gelenk so stark zerstört ist, dass der Bandapparat mitbetroffen ist und das Knie instabil wird.
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Bei weichen Knochenverhältnissen und ausgedehnten Knochendefekten
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Instabile Seitenbänder
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Starke Deformitäten

Ziel der Operation ist die Verbesserung Ihrer Lebensqualität und die Rückkehr in einen schmerzfreien Alltag.
Funktion & Ergebnis
Bereits unmittelbar nach der Operation beginnt die frühzeitige Mobilisation, damit Sie sich schnell an Ihr neues Gelenk gewöhnen und Sicherheit im Alltag zurückgewinnen können. Diese frühe Bewegung ist wichtig, um möglichen Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen vorzubeugen.
Betreuung während des stationären Aufenthalts
Während des stationären Aufenthaltes werden Sie von unserem erfahrenen Physiotherapeutenteam intensiv betreut. Neben der Mobilisation im Zimmer und auf Station üben Sie auch das Treppensteigen, sodass Sie optimal auf die Rückkehr nach Hause vorbereitet sind. Zusätzlich wird das operierte Knie täglich mithilfe einer speziellen Kniemobilisationsschiene bewegt, um die Beweglichkeit zu fördern und Kontrakturen zu verhindern.
Rehabiliationsphase
Nach Abschluss der stationären Behandlung beginnt Ihre individuelle Rehabilitationsphase. Ob ambulant oder stationär – unser erfahrenes Rehateam organisiert für Sie die passende Anschlussheilbehandlung und begleitet Sie dabei, Schritt für Schritt Ihre Beweglichkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Was kann ich mit einem künstlichen Gelenk?
| Aktivitäten | Reisen |
|---|---|
| Auto fahren: nach 6 Wochen | Implantatpass mitnehmen: Sturz |
| Arbeiten: nach 4-8 Wochen | Metalldetektor KEIN Problem! |
| Sport: low-impact (gehen, Schwimmen, Rad fahren) vs. high-impact (Squash, Tennis, Hockey, Handball) |
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Geriatrische Komplexbehandlung
Für ältere Patientinnen und Patienten über 70 Jahre sowie für Menschen ab 60 Jahren mit zusätzlichen schweren Erkrankungen bieten wir eine speziell abgestimmte geriatrische Komplexbehandlung an. In unserer eigenen geriatrischen Abteilung werden Sie von einem hochqualifizierten interdisziplinären Team betreut, das sich auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen spezialisiert hat. Ziel ist es, Ihre Selbstständigkeit zu erhalten und eine schnelle Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.