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Bevor Ihre Operation stattfindet, werden wir in einem persönlichen Gespräch Ihre Gesundheitsgeschichte erörtern. Wir werden gemeinsam mit Ihnen besprechen, welche Narkoseform für Sie am besten geeignet ist. Im Gespräch klären wir Sie in Ruhe über mögliche Risiken, die Vor- und Nachteile verschiedener Narkoseverfahren sowie mögliche Alternativen auf. Sie erhalten von uns alle wichtigen Informationen zur Anästhesie. Vor dem Gespräch bitten wir Sie außerdem, den Anästhesiefragebogen auszufüllen. Diesen erhalten Sie von unserem Team.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Informationen zu Ihrer Krankengeschichte und eventuellen aktuellen Beschwerden

  • Angaben zu früheren Erkrankungen

  • Eine Liste Ihrer Medikamente

  • Aktuelle Laborwerte

  • Hinweise auf Allergien

Je nach Situation kann es sein, dass wir noch ergänzende Untersuchungen benötigen, wie zum Beispiel ein EKG oder eine Blutentnahme. Falls Sie möchten, dürfen Sie eine Begleitperson mitbringen. Viele Patientinnen und Patienten empfinden das als beruhigend.

Hygienemaßnahmen am Tag vor der Operation und am OP-Tag

Duschen Sie sich am Tag vor und am Tag Ihrer geplanten Operation mit einer speziellen Waschlotion wie octenisan®. Diese spezielle Waschlotion reduziert die Keimbelastung und dient somit der Unterstützung der Infektionsprophylaxe. Sie können somit selbst dazu beitragen, das Infektionsrisikio bei einer Operation aktiv zu senken.

Bitte beachten Sie folgende Grundregeln bei einer Narkose:

  • Teilen Sie uns gesundheitliche Veränderungen nach dem Vorbereitungsgespräch bitte mit

  • Sie dürfen am Vorabend und bis 6 Stunden vor der Narkose feste Nahrung zu sich nehmen

  • Sie dürfen bis 2 Stunden vor der Narkose klare Flüssigkeiten in geringer Menge trinken

  • Bitte legen Sie vor der Operation Schmuck und Piercings ab, verzichten Sie auf Make-up, Lippenstift und Nagellack

  • Entfernen Sie herausnehmbare Zahnprothesen bitte bereits auf der Station

  • Brillen und Hörgeräte dürfen Sie mit in den OP bringen, wir bewahren diese für Sie auf (bitte Kontaktlinsen vorher entfernen)

Unter „minimalinvasiver Chirurgie“ versteht man Operationstechniken, die über sehr kleine Hautschnitte durchgeführt werden und die Muskulatur sowie das umliegende Gewebe schonen. Im Gegensatz zu herkömmlichen („offenen“) Operationsmethoden werden Muskeln, Muskelhüllen und Unterhautfettgewebe dabei deutlich weniger belastet.

Im Albertinen EndoProthetikZentrum legen wir großen Wert auf sorgsames, gewebeschonendes Operieren. So können wir die Rehabilitation unserer Patientinnen und Patienten nach einem Gelenkersatz beschleunigen und Komplikationen minimieren.Auch bei der Auswahl unserer hochwertigen Implantate achten wir auf größtmögliche Gewebeschonung. Unser Ziel ist es, mit möglichst wenig Ersatz von körpereigenem Gewebe ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Gleichzeitig verwenden wir Prothesensysteme, die sich bei Bedarf unkompliziert wechseln lassen – für eine langfristig sichere und flexible Versorgung.

Wenn eine größere Operation bevorsteht, ist es wichtig, dass Ihr Körper gut darauf vorbereitet ist. Genau dabei hilft das sogenannte Patient Blood Management. Ziel ist es, Sie optimal auf die Operation vorzubereiten und unnötige Blutverluste zu vermeiden. Denn wenn Ihr Körper sein eigenes Blut behält, erholen Sie sich oft schneller und besser. 

Vor dem Eingriff prüfen wir, ob eine Blutarmut besteht – das ist keine Seltenheit und hängt oft mit einem Eisenmangel zusammen. Ist das der Fall, können wir mit einer gezielten Eisengabe Ihre Blutbildung anregen. So kann Ihr Körper Blut selbst bilden – ganz ohne fremdes Blut. Blutkonserven setzen wir nur bei klarer medizinischer Notwendigkeit ein.

Auch während und nach der Operation kontrollieren wir die Blutgerinnung besonders sorgfältig oder bereiten Wundblut auf. Selbst bei Blutabnahmen schauen wir, ob kleinere Röhrchen ausreichen – denn jeder Tropfen zählt!

Zertifizierung Patient Blood Management im Albertinen Krankenhaus

Der stationäre Aufenthalt im Albertinen EndoProthetikZentrum beträgt in der Regel 5 Tage. Schon während dieser Zeit begleiten wir Sie mit enger medizinischer Betreuung und gezielter Mobilisation.

Die Planung Ihrer weiteren Rehabilitation beginnt bereits in unserer Indikationssprechstunde. Gemeinsam legen wir fest, welcher Weg nach der Operation am besten zu Ihnen passt – sei es eine stationäre Rehabilitation, eine ambulante Rehabilitationambulante Physiotherapie von zu Hause aus oder die Übernahme in unsere frisch renovierte Geriatrie zur umfassenden geriatrischen Komplexbehandlung.

So sind Sie von Anfang an bestens vorbereitet und können sicher sein, dass Sie nach Ihrem Gelenkersatz die individuell passende Nachsorge erhalten – für einen schnellen und erfolgreichen Weg zurück in Ihren Alltag.

  • Sie werden immer individuell physiotherapeutisch betreut

  • Sie lernen, wie Sie zurück im Alltag zunächst etwa eine Gehhilfe und andere Hilfsmittel verwenden können
  • Vor Ihrer Entlassung werden alle notwendigen Abschlussuntersuchungen durchgeführt, dazu zählen Röntgenaufnahmen und erforderliche Laboruntersuchen
  • Sozialdienst und Rehaservive betreuen Sie nach Wunsch und organisieren Ihnen eine eine Rehamassnahme inkl. Transport, so Sie eine stationäre Rehabilitation brauchen.
  • Sie erhalten von uns alle erforderlichen Dokumente, etwa eine Aufenthaltsbescheinigung für den Arbeitgeber

Ja, als Wahlleistungspatient können Sie zwischen verschiedenen Tarifen wählen. Neben der Bereitstellung eines Ein- bzw. Zweibettzimmers beinhaltet die Wahlleistung Unterkunft weitere kostenfreie Serviceangebote.

Alle Informationen zu den Wahlleistungen

Die Mitarbeitenden des Sozialdienstes begleiten Sie und ihre Angehörigen bei allen Fragen, die im Zusammenhang mit körperlichen und seelischen Krankheiten stehen. Sie können besonders dann beratend zur Seite stehen, wenn die Organisation und Einleitung konkreter Hilfen für die Zeit nach der Krankenhausentlassung erforderlich ist.

Informationen zum Sozialdienst

Einige Patienten benötogen eine stationäre oder ambulante Anschlussheilbehandlung / Rehabilitation. Alternativ können Sie auch mit Ihren Physiotherapeuten 2x pro Woche für insgesamt drei Wochen üben. Sie werden auch so sehr gute Ergebnisse erzielen!

Das Team der Rehaberatung im Albertinen Krankenhaus berät Sie zu Ihren Ansprüchen und kann Ihnen eine Anschlussheilbehandlung in einer geeigneten Rehaklinik organisieren. 

Anmeldeformular für eine Anschlussheilbehandlung / Rehabilitation

Ihre Krankenhausbehandlung umfasst auch ein Entlassmanagement, um möglichen Versorgungslücken nach der Entlassung aus einem stationären Aufenthalt entgegen zu wirken. So wird eine bedarfsgerechte, kontinuierliche Versorgung der Patientinnen und Patienten im Anschluss an die Krankenhausbehandlung gewährleistet. Dazu arbeiten wir im interdisziplinären Team aus Ärztinnen, Pflegekräften, Therapeutinnen und Mitarbeitern des Sozialdienstes.

Alle Informationen zum Entlassmanagement

Bitte achten Sie bei sich zu Hause auf folgende Punkte, die Ihnen die ersten Tage und Wochen etwa mit einer Hüfttotalendoprothese erleichern können: 

  • Boden: Stolperfallen entfernen (Teppichkanten, Türschwellen, Läufer)
  • Treppe: Bodenbelag und Geländer befestigen
  • Beleuchtung optimieren
  • Möbel: Durchgänge freihalten, Bett und Bad auf dem selben Geschoss
  • Küche: ggf. Mahlzeiten vorkochen und einfrieren
  • Wichtige Utensilien auf Hüft- und Schulterhöhe
  • Dusche: Anti-Rutsch-Matte

Greifzange und Toilettensitzerhöhung erhalten Sie, wenn notwendig von uns rezeptiert.